Wo die Dichtung sitzt
Das Gefäß ist über ein Gewinde oder eine Verschraubung mit dem Heizkreis verbunden. Ist eine Flachdichtung vorgesehen, liegt sie zwischen der Stirnfläche des Anschlusses und der Gegenfläche der Verschraubung. Ob eine Flachdichtung vorgesehen ist oder das Gewinde selbst gedichtet wird, zeigt die Herstellerunterlage.
Vor dem Öffnen den Wärmeerzeuger ausschalten und abkühlen lassen; das Gefäß nach Herstellerangabe absperren und wasserseitig drucklos machen. Den Gefäßtausch und die Einstellung des Vordrucks übernimmt der Fachbetrieb.
Die Dichtung bestimmen
Das Gewinde ist kein Dichtungsmaß. Außen- und Innendurchmesser gegen den Dichtsitz abgleichen; die Nenndicke kommt aus der Herstellerangabe oder der Spezifikation des passenden Neuteils. Die verpresste Altdichtung zeigt die Nenndicke nicht sicher.
An einer dafür vorgesehenen flachdichtenden Heizungswasser-Verbindung am Ausdehnungsgefäß kommt GREENSEAL PRO 180 nach Gerätespezifikation innerhalb der Datenblattwerte infrage; reales Medium, Temperatur und Druck am Anschluss abgleichen.
Eine verpresste Faserflachdichtung in der normalen Servicepraxis nicht wieder einsetzen; nur eine ausdrücklich abweichende Geräteprozedur des Herstellers erlaubt eine Ausnahme. Bei Gummidichtungen bestimmt die Montageanleitung des Herstellers.
Wenn das Rohr mitdreht
- 1 — Sofort stoppen: Dreht das Rohr mit, nicht weiterdrehen. Weiteres Drehen kann das Rohr verwinden oder eine Lötstelle oder den Anschluss am Heizkreis beschädigen.
- 2 — Gegenhalten: Mit zwei Schlüsseln arbeiten: Einer hält den Anschlusskörper, der andere dreht die Verbindung, die gelöst werden soll. Beide Schlüssel sitzen, bevor Kraft aufgebracht wird. Das begrenzt die Übertragung des Moments auf Rohr und Lötstellen.
- 3 — Hilfsmittel nach Herstellerangabe: Nur vom Bauteilhersteller zugelassene Hilfsmittel verwenden; die Arbeit übernimmt der Fachbetrieb. Keine offene Flamme am Gefäß.
- 4 — Rohr und Gewinde prüfen: Verdrehte, geknickte oder korrodierte Rohre und die offenen Gewinde beurteilt der Fachbetrieb. Beschädigte, nicht weiter verwendbare Teile werden nach Herstellerangabe ersetzt.
Lässt sich die Verbindung so nicht lösen, die Arbeit dem Fachbetrieb überlassen.
Wiederanschluss
- Dichtflächen schonend reinigen: Reste, Kalk und Korrosion entfernen, ohne die Fläche zu verkratzen.
- Gewinde prüfen: Ein beschädigtes Gewinde gleicht auch eine neue Dichtung nicht aus.
- Die vorgesehene Dichtung ohne Dichtmittel einsetzen, Hilfsmittel nur nach Montagevorgabe; PTFE-Band gehört nicht auf eine Planflächen-Dichtung.
- Das Gefäß beim Anziehen abstützen, damit die Flächen nicht verkanten.
- Nach Montagevorschrift anziehen.
Den Vordruck prüft und stellt der Fachbetrieb vor dem Befüllen am abgekühlten, wasserseitig entlasteten Gefäß nach Herstellerangabe und Anlagenauslegung ein. Ist der Vordruck zu niedrig, kann das Gefäß die Ausdehnung nicht ausreichend aufnehmen, und das Sicherheitsventil kann beim Aufheizen ansprechen.
Häufige Fragen
Welche Größe hat die Dichtung am Ausdehnungsgefäß?
Das hängt vom Anschluss ab. Außen- und Innendurchmesser gegen den Dichtsitz abgleichen; die Nenndicke kommt aus der Herstellerangabe oder der Spezifikation des passenden Neuteils. Das Gewinde ist kein Dichtungsmaß.
Was tun, wenn das Rohr beim Lösen mitdreht?
Sofort stoppen und mit zwei Schlüsseln gegenhalten: Einer hält den Anschlusskörper, der andere dreht die Verbindung. Lässt sie sich so nicht lösen, übernimmt der Fachbetrieb.
Kann ich die alte Dichtung wieder einsetzen?
Eine verpresste Faserflachdichtung in der normalen Servicepraxis nicht wieder einsetzen; nur eine ausdrücklich abweichende Geräteprozedur des Herstellers erlaubt eine Ausnahme. Bei Gummidichtungen bestimmt die Montageanleitung des Herstellers.
Welcher Vordruck ist richtig?
Den Vordruck prüft und stellt der Fachbetrieb am abgekühlten, wasserseitig entlasteten Gefäß nach Herstellerangabe und Anlagenauslegung ein.
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